Schutzkonzept in der Mainzer Fassenacht

Schutzkonzept in der Mainzer Fassenacht

Mainzer Klepper-Garde stellt zusammen mit dem Kinderschutzbund Mainz eigenes Schutzkonzept vor

Die Mainzer Klepper-Garde 1856 e.V. geht beim Schutz von Kindern und Jugendlichen einen wichtigen Schritt. Als erste Mainzer Garde hat der Verein ein umfassendes Schutzkonzept zur Prävention von sexualisierter und interpersoneller Gewalt entwickelt und beschlossen. Gemeinsam mit dem Kinderschutzbund Mainz wurde das Konzept am 2. Juni im Mainzer Fastnachtsmuseum öffentlich vorgestellt.
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Als Kinder-, Jugend- und Inklusionsgarde trägt die Mainzer Klepper-Garde eine besondere Verantwortung für die jungen Menschen, die Teil des Vereinslebens sind. Das Schutzkonzept schafft dafür verbindliche Strukturen und soll dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche sich sicher, respektiert und ernst genommen fühlen. Im Mittelpunkt stehen Prävention, Achtsamkeit und ein verantwortungsvoller Umgang miteinander.

Kinder und Jugendliche werden beteiligt

Ein wichtiger Bestandteil des Schutzkonzepts ist die Beteiligung verschiedener Gruppen im Verein. Für die Risikoanalyse wurden unter anderem Kinder, Eltern und Trainer*innen einbezogen. Dabei wurden konkrete Situationen aus dem Vereinsalltag betrachtet und passende Schutzmaßnahmen entwickelt. Dazu zählen unteranderem zusätzliche Ansprechpersonen bei Umzügen, ein Rückzugsort für Kinder und separate Umkleidemöglichkeiten.
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Schutz beginnt mit klaren Strukturen

Ein Schutzkonzept soll nicht erst greifen, wenn etwas passiert. Durch klare Regeln und transparente Zuständigkeiten, setzt das Konzept bereits bei der Prävention an. Dazu gehören unter anderem verbindliche Verhaltensregeln, Beschwerdewege, qualifizierte Ansprechpersonen, Schulungen sowie festgelegte Abläufe für den Umgang mit Verdachtsfällen. Alle aktiv Mitarbeitenden verpflichten sich zudem auf einen Verhaltenskodex, der unter anderem einen respektvollen Umgang, klare Nähe- und Distanzregeln und die Ablehnung jeder Form von Gewalt festschreibt. Neben sexualisierter Gewalt werden unter anderem körperliche und psychische Gewalt, Diskriminierung, Ausgrenzung, Vernachlässigung sowie Gewalt im digitalen Raum berücksichtigt.

Zum Schutzkonzept gehört auch ein verbindliches Vorgehen für Situationen, in denen es zu Grenzverletzungen oder Gewalt kommt. Hinweise sollen ernst genommen und betroffene Personen unmittelbar geschützt werden. Niemand soll in einem Verdachtsfall allein handeln oder eigene Ermittlungen durchführen. Stattdessen gibt es festgelegte Verantwortungsstrukturen und bei Bedarf die Einbindung von Fachberatungsstellen oder zuständigen Behörden

Gemeinsam hinsehen und Verantwortung tragen

„Als Verein tragen wir Verantwortung für die Menschen, die Teil unserer Gemeinschaft sind – insbesondere für Kinder, Jugendliche und Schutzbefohlene“, betont Dirk Kuchenbuch, Präsident der Mainzer Klepper-Garde 1856 e.V. Das Schutzkonzept schaffe klare Strukturen, sensibilisiere die Mitglieder und setze ein deutliches Zeichen gegen Gewalt und Grenzüberschreitungen. Auch der Kinderschutzbund Mainz begrüßt diesen Schritt. Geschäftsführerin Katharina Gutsch wertet das Schutzkonzept als wichtiges und starkes Signal für den Kinderschutz. Gerade Vereine und Organisationen, in denen Kinder und Jugendliche zusammenkommen, brauchen Strukturen, die Sicherheit und konkrete Orientierung im Ernstfall bieten können.
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